Kunststoffextrusion: So funktioniert es
Kunststoffextrusion ist ein hocheffizientes Produktionsverfahren zur Herstellung kontinuierlicher Profile wie Rohre, Leitungen und maßgefertigte Formen.
Der Prozess beginnt mit der Zuführung von Kunststoffgranulat, oder Pulver in eine beheizte Extrusionsmaschine. Im Inneren der Maschine wird der Kunststoff erhitzt, während eine rotierende Schnecke ihn vorwärts schiebt. Durch Wärme und Reibung schmilzt der Kunststoff. Gleichzeitig wird er intensiv durchmischt, sodass eine gleichmäßige Schmelze entsteht.
Wenn das Material die richtige Schmelzetemperatur erreicht hat, wird es durch ein präzise konstruiertes Extrusionswerkzeug gepresst, das dem Profil seine gewünschte Form verleiht. Der extrudierte Kunststoff wird anschließend schnell abgekühlt, in der Regel mit Luft oder Wasser, damit das Material erstarrt und seine Form beibehält.
Dieses Verfahren bietet ausgezeichnete Kontrolle über die Materialeigenschaften und ermöglicht gleichbleibende Qualität bei hohen Produktionsvolumen. Es eignet sich daher für ein breites Spektrum an Produkten.
Nachfolgend finden Sie eine Abbildung einer typischen Kunststoffextrusionslinie.
Extruder – Die zylinderzonengeregelten elektrischen Heizelemente und die Schnecke schmelzen den Kunststoffrohstoff bei etwa 110 bis 260 Grad zu einer homogenen Masse.
Coextrusion – In dieser Phase können mehrere Prozesse integriert werden, um den Fertigungsprozess zu optimieren, die Nachbearbeitung und Montage zu vereinfachen und die Abdichtung zu gewährleisten. Dies kann Coextrusion, Triextrusion oder Quadroextrusion sein, oder ein Prozess, bei dem zwei Verfahren in einem kombiniert werden.
Kalibrierung – Der Kalibrator gibt dem Profil seine endgültige Form mithilfe von Vakuum und kühlt das Profil mit Wasser oder Luft.
Bedruckung –Das Profil kann während des Prozesses mit einer Bedruckung oder Kennzeichnung versehen werden.
Raupeneinheit – Zwei gegenüberliegende, synchron laufende Raupenbänder halten den Prozess kontinuierlich in Bewegung. Während dieses Prozesses wird eine Tintenstrahlmarkierung auf das Profil aufgebracht, um Produktionsdaten und Rückverfolgbarkeit des Endprodukts zu gewährleisten.
Inline-Bearbeitung –Das Profil kann inline gefräst, gebohrt, gestanzt oder geschnitten werden. Bei Bedarf können auch Dichtungen oder Klebebänder aufgebracht werden. Dies sind die integrierten Bearbeitungen.
Abschneideinheit – Das Profil wird inline auf die gewünschte Länge abgeschnitten. Die Schnittmethode wird anhand der Profilform und des verwendeten Grundwerkstoffs gewählt. Anschließend werden die Produkte nach Wunsch verpackt.